Immer mehr ältere Menschen wollen sich nicht zur „Ruhe setzen“ sondern „richtig loslegen“. Wollen nach den Herausforderungen im Beruf in einen neuen Bereich unter Beweis stellen, dass sie noch längst nicht zum „alten Eisen“ gehören. Der Extremsportler Hubert Schwarz bereitet regelmäßig Aktive der „Generation 60+“ darauf vor

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Gipfelsturm mit 74    Der Extremsportler Hubert Schwarz bereitet regelmäßig Aktive der „Generation 60+“ darauf vor, den höchsten Berg Afrikas zu besteigen.

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Kili 60+ Tour

Seniorenpower am Kilimandscharo

 

Immer mehr ältere Menschen wollen sich nicht zur „Ruhe setzen“ sondern „richtig loslegen“. Wollen nach den Herausforderungen im Beruf in einen neuen Bereich unter Beweis stellen, dass sie noch längst nicht zum „alten Eisen“ gehören. Der Extremsportler Hubert Schwarz bereitet regelmäßig Aktive der „Generation 60+“ darauf vor, den höchsten Berg Afrikas zu besteigen. Erst vor kurzem ist eine Gruppe von Senioren vom Kilimandscharo erfolgreich zurückgekehrt. Der älteste Teilnehmer war 74 Jahre.

 

3° südlich des Äquators, direkt an der Grenze von Kenia und Tansania, erhebt sich der höchste Berg Afrikas mit 5.895 m. Ein weit ausladender Sockel mit dichtem Regenwald und schneebedeckter Krone. Der Kilimandscharo ist ein "einfacher" Berg. Keinerlei technische Ausrüstung ist erforderlich. Kein Seil, kein Pickel, kein Steigeisen. Es führen Wanderwege hinauf, die auch von jedem Nichtalpinisten gemeistert werden können. Was macht den Kilimandscharo trotzdem so schwer? Es ist die Höhe. Innerhalb von wenigen Tagen gelangt man von 1000 m auf fast 6000 m. Eine sehr kurze Zeit, um den Körper daran zu gewöhnen. Der Aufstieg über die „Marangu-Route“ bis auf 4.500 m Höhe entspricht einer normalen Bergwanderung im alpinen Raum unserer Breiten. Die dünne Luft und der auf der letzten Etappe sehr steil ansteigende Weg erfordern jedoch in der Gipfelregion eine gewaltige Anstrengung.

Warum gerade mit Menschen ab 60 eine derartige Tour?

Hubert Schwarz: So genannte „Senioren“ sind heute vitaler und aktiver denn je. Sie wollen noch etwas erleben! Viele unserer Teilnehmer setzen durch die Besteigung des „Dach Afrikas“ ein deutliches Signal und zeigen damit, dass mentale und physische Stärke in uns allen steckt – auch noch im hohen Alter. Und hoffen, dass dies auch auf andere „Senioren“ ansteckend wirkt.

Und warum ausgerechnet der Kilimandscharo?

Zunächst einmal ist der Kili ein „einfacher Berg“, der trotz seiner Höhe auch von „älteren“ Menschen bewältigt werden kann – natürlich mit entsprechender Vorbereitung. Das eigentliche Erlebnis bei der Besteigung des Kilimandscharos besteht nicht nur darin, dass man den höchsten Berg des afrikanischen Kontinents und damit einen der "Seven Summits" besteigt, sondern auch, dass man in einer mehrtägigen Tour alle Klimazonen der Erde durchwandert – vom tropischen Regenwald bis zum Gletscher in der Gipfelregion.

 

Welche Voraussetzungen stellen Sie für die Teilnahme?

Hubert Schwarz: Neben einer guten physischen Leistungs-fähigkeit, wird eine hohe psychische Belastbarkeit im Sinne von Willenskraft vorausgesetzt. Alpine Wandererfahrung reicht aus, um diese hochalpine Tour zu bewältigen.

Wie werden die Teilnehmer auf die Tour vorbereitet?

Hubert Schwarz: Neben zwei vorbereitenden Aktiv-Wochenenden bieten wir den Teilnehmern ein Coaching-Programm an. Das Programm besteht aus aufeinander aufbauenden Maßnahmen, die es Jedem unabhängig von seiner körperlichen Fitness ermöglicht, das Ziel selbstbewusst und sicher zu erreichen. Sämtliche Maßnahmen werden von Sportwissenschaftlern, Outdoortrainern, Medizinern und Team-Trainern geleitet und betreut.

Wie muss man sich den Aufstieg bzw. die Tour selbst vorstellen?

Hubert Schwarz: Die Gruppe wird zur besseren Akklimatisierung vor dem Kilimandscharo in einer 3 Tagestour den 4566 m hohen Mount Meru besteigen. Der eigentliche Aufstieg über die Marangu-Route bis auf 4500 m Höhe entspricht einer normalen Bergwanderung im alpinen Raum unserer Breiten. Die dünne Luft und der auf der letzten Etappe sehr steil ansteigende Weg erfordern jedoch in der Gipfelregion eine gewaltige Anstrengung. Innerhalb weniger Tage werden täglich ca. 1000 Höhenmeter beim Aufstieg, bzw. 2000 Höhenmeter beim Abstieg zurückgelegt. Die durchschnittliche Strecke beträgt dabei etwa 11 km in 6 Stunden. Am Gipfel sogar etwa 15 km in 10 – 12 Stunden. Unterwegs erwartet die Teilnehmer eine grandiose Landschaft. Auf dichten Regenwald folgen offene Graslandzonen, bis auf dem Kibosattel die Mondlandschaft und schließlich die Gletscher im Gipfelgebiet erreicht werden.

Gigantisch. Aber wer begleitet eigentlich die Tour?

Hubert Schwarz: Der Begleittross besteht aus ca. 40 Personen. Arzt, Sportwissenschaftler und Mitgliedern des Hubert Schwarz – Teams, aber auch einheimische Führer und Träger, die nicht nur die persönliche Ausrüstung, sondern auch die gesamte Verpflegung, Geschirr, Brennholz etc. tragen.

Apropos Verpflegung: Wie sieht es dann damit aus?

Hubert Schwarz: Die Verpflegung während der Tour wird von einheimischen Küchenpersonal zubereitet – teils auf offener Feuerstelle. Das Essen ist einfach, aber reichlich und wohlschmeckend und wird durch spezielle Sportlernahrung, wie Vitaminriegel oder Mineraldrinks ergänzt.

Und die Ausrüstung?

Hubert Schwarz: Eine gute Ausrüstung wie, gute Berg- oder Trekkingschuhe, Daunenschlafsack, warme Kleidung usw. ist oberstes Gebot. Steigeisen und Seil sind nicht erforderlich, allerdings sind Teleskopstöcke als Gehhilfe hilfreich. Darüber hinaus geben wir eine Ausrüstungsliste und praktische Empfehlungen an die Hand.

 

Auch für das Jahr 2007 sind wieder Kili60+ Touren geplant. Das Angebot für die Zielgruppe 60+ werden wir zukünftig auch weiter ausbauen: Beispielsweise planen wir Trekkingtouren durch den Süden Namibias oder Wanderungen durch die Allgäuer Alpen.

 

Informationen erhalten Sie beim Hubert-Schwarz-Zentrum, Stephanie Brunner, Ungerthal 2 ½, 91186 Büchenbach, Tel.: 09122/9307-34 Fax: 09122/930720,                                                                                    www.hubert-schwarz.com,                                                                                                                             eMail: stephanie.brunner@hubert-schwarz.com

 

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 “Zuletzt geändert am Sonntag, 31. Juli 2011”

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