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Tanzen - gut für Alt und Jung
Kinder und Senioren - beide brauchen vor allem viel Bewegung: Kinder, um geistig fit zu werden, und Senioren, um geistig fit zu bleiben.
Warum macht Bewegung Kinder schlauer?
Der erwachsene Mensch hat im Durchschnitt 100 Milliarden Nervenzellen. Das Gehirn eines Neugeborenen weist hingegen 160 bis 180 Milliarden Zellen auf, die allerdings in den ersten Lebensmonaten bis zum vierten Lebensjahr auf den Stand des erwachsenen Gehirns abgebaut werden. "Die Natur arbeitet also mit einem Sicherheitsüberschuss", meint Prof. Hollmann: "Nur diejenigen Nervenzellen, die wirklich benötigt werden, überleben. Es gibt zwar keine lineare, aber eine tendenzielle Beziehung zwischen der Zahl der Nervenzellen und der späteren Intelligenz. Darum kann man ohne weiteres sagen, dass man durch eine größere Zahl von Nervenzellen im Gehirn zumindest die Voraussetzung für spätere Intelligenz steigert. Das stärkste Reizmittel, das es zum Erhalt der Neuronen und der sie verbindenden Synapsen gibt, ist Bewegung. Die Kinder holen sich diese Bewegung automatisch, denn eigentlich sind sie immer unterwegs oder sie strampeln zumindest, es sei denn, sie schlafen. Wenn ein Kind am Esstisch herumzappelt, sage ich immer: Lass das Kind doch, es will nur seine Synapsen entwickeln ", betont Prof. Hollmann.
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"Ringel Ringel Reihe" - Tanzen ist besonders gut
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Bei Bewegung wird nicht nur das Gehirn angeregt, sondern es passiert noch mehr im Körper: Herz, Kreislauf, Atmung, Stoffwechsel, Knochensystem und hormonelle Steuerung werden leistungsfähiger und bleiben gesünder. Deswegen sollte man so vielseitig wie möglich Sport treiben: Laufen, gehen, schwimmen, Rad fahren, rudern, Treppen steigen und Ball spielen. Prof. Hollmann hebt das Tanzen hervor, denn: "Musik hat einen zusätzlichen stimulierenden Einfluss ganz spezifischer Art auf das Gehirn. Je früher man mit musischer Erziehung beginnt, desto stärker kommt es zu echten Vergrößerungen im Gehirn, die man auch ohne Mikroskop erkennen kann. Das fördert zum einen die Intelligenz, kann zum anderen aber auch die seelische Ausgeglichenheit positiv beeinflussen. Beim Tanzen kommt beides zusammen: die Anregung durch Bewegung und Musik. Optimaler geht es nicht."
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Bewegung macht auch Alte schlau
"Bis 1998 glaubte die Wissenschaft, dass sich Nervenzellen beim Erwachsenen nicht vermehren können, dass sich also keine neuen bilden können. Dies ist jedoch falsch. Heute weiß die Wissenschaft, dass ununterbrochen neue Nervenzellen entstehen. Bei einem 80 Jahre alten Menschen sind circa 20 Prozent der Neuronen in den letzten zwei Jahren entstanden. Das stärkste Mittel, um die Neubildung der Nervenzellen zu fördern, ist wieder körperliche Bewegung" - so Prof. Hollmann.
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Der beste Sport für ältere Menschen
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Der Internist und Kardiologe betont, dass der für die ältere Generation am besten geeignete Sport ein Kriterium erfüllen muss: Koordination. Dabei wirken das zentrale Nervensystem und die Skelettmuskulatur innerhalb eines gezielten Bewegungsablaufes zusammen. Prof. Hollmann: "Mit einem relativ vollen Glas Wasser Treppen steigen, das fördert die Koordination und die Ausdauer."
Tipp: Tanzen
Denn auch beim Tanzen ist viel Koordination und Ausdauer gefordert. Außerdem spielt beim Tanzen Rhythmus eine wichtige Rolle, genauso wie bei vielen Vorgängen im menschlichen Körper. Nur ein Beispiel: Das Herz-Kreislauf-System hat seinen eigenen konstanten Rhythmus. Gerät dieser außer Kontrolle, erkrankt der Mensch eventuell an einer Herzrhythmusstörung. Rhythmus ist also grundsätzlich wichtig für Gesundheit.
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Der gesunde Tanztee
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Für die ältere Generation ist Tanzen ein perfekter Sport. Denn durch die positive Wirkung von Musik wird das Emotionale gestärkt. "Und man sollte den sozialen Aspekt nicht unterschätzen. Da dem älteren Menschen Vereinsamung droht, ist ein geselliger Sport wie das Tanzen besonders gut", meint Prof. Hollmann. Tanzen fordert viel Geistesgegenwart, denn man muss sich auf die Musik und den Partner einstellen. Außerdem werden durch das Tanzen ein besseres Körperbewusstsein und die dreidimensionale Bewegung im Raum geübt.
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Schützt Sport vor Alzheimer?
Drei epidemiologische Studien sprechen dafür, dass regelmäßige körperliche Aktivität einen relativen Schutz vor Alzheimer und artverwandten Erkrankungen (zum Beispiel Depression) bietet. Aber dies gilt speziell für Menschen, die im Alter zwischen 40 und 60 überdurchschnittlich viel körperlich aktiv waren. Wenn man erst später mit der körperlichen Bewegung beginnt, ist nicht mehr so viel zu erreichen.
gesehen auf www.br-online.de
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